Phelsumen

Da sich viele Fragen an uns wiederholen, habe ich sie weiter unten einmal mit unseren Antworten zusammengefasst, um sie in komprimierter Form nachlesen zu können - sozusagen Phelsumen-FAQs. Da sie chronologisch, und nicht thematisch, geordnet sind, habe ich die relevanten Stichwörter fett markiert, um sich wenigstens ein bisschen orientieren zu können. Bitte beachten Sie, dass es sich um Ratschläge handelt, die wir nach bestem Wissen und Gewissen geben, und dass wir hier nur unsere eigenen Erfahrungen wiedergeben. Wir können keine Garantien geben und keine Haftungen übernehmen! Falls Ihnen Fehler oder Verbesserungsvorschläge auffallen oder Sie andere Erfahrungen gemacht haben, teilen Sie uns das gern mit - wir lernen nie aus.
Die von uns momentan gehaltenen Arten sind:
Phelsuma
guimbeaui
Phelsuma
klemmeri
Phelsuma lineata lineata,
wobei
wir auch schon andere Arten hatten.
Hier finden Sie einen Haltungsbericht über Phelsuma klemmeri
Hier finden Sie einen Haltungsbericht über Phelsuma laticauda angularis.
Hier finden Sie einige Bilder von Terrarien, damit Sie sich einen Eindruck von der Einrichtung verschaffen können.
Abzugeben haben wir momentan:
Nachzuchten von
Phelsuma lineata lineata
Lepidodactylus lugubris
Dendrobates tinctorius Tafelberg und Graubeiner

Fragen, die uns per Email
gestellt wurden, und unsere Antworten
Frage:
Ich
versuche seit mehreren Wochen verzweifelt zwei Madagaskar Taggecko-Weibchen
zu kaufen. Meine bundesweite Suche bei einschlägigen Zoogeschäften,
Züchtern
oder Interessengemeinschaften und auch das Internet haben mir bisher
nicht
weiterhelfen können.
Antwort: Du sprichst von zwei Madagaskar-Taggeckos - welche Art oder Unterart meinst du denn genau? Üblicherweise werden Phelsuma madagascariensis grandis gesucht. Sorry, dass das jetzt etwas schulmeisterlich klingt, aber ohne genaue Artangabe kann ich dir nicht weiter helfen. Wenn du dir nicht ganz sicher bist, was du für Tiere hast (es klingt ja so, als hättest du schon ein Männchen?), kannst du sie mir am besten kurz beschreiben. Wenn es sich schon mal um die Art P. madagascariensis handelt, gibt es im allgemeinen zwei Möglichkeiten: Wenn du die Nominatunterart hast, also P. m. madagascariensis, hat dein Tier einen roten Streifen, der an der Schnauzenseite beginnt und über das Auge hinweg bis an die Wange verläuft. Wenn du jedoch P. m. grandis hast, endet der rote Streifen am Auge.
Frage: Ist es normal, dass das eine Tier (das kleinere) von Zeit zu Zeit eine etwas dunklere Färbung als das andere aufweist und wenn das größere in näherer Umgebung ist, dass es dann nicht das Futter von Pinzette nimmt (ist es zu sehr unterdrückt, es frisst völlig normal, nur nicht in Anwesenheit des größeren)?
Antwort: Da scheinst du scharf beobachtet zu haben - und das solltest du zunächst auch weiterhin tun. Denn du kannst mit deiner Vermutung, dass der Kleinere unterdrückt wird, recht haben. Also behalte beide erst mal im Auge. Wenn sich das bestätigt und der Kleinere weiterhin dunkel bleibt und womöglich schwächer wird, sollte man sie trennen. Es kann aber auch vorübergehend sein, daher würde ich im Moment noch keine Panik schieben.
Frage:
Ich habe seit einem Jahr ein männlichen Madagaskar-Gecko, den
ich auch
als Pärchen letztes Jahr gekauft habe. Das Weibchen verstarb nach
kurzer Zeit.
Ich glaube aber heute noch, dass dieses auch ein Männchen war, nur
kleiner...
In der Fachliteratur habe ich gelesen, dass sich 2 Männchen nicht
vertragen und
der schwächere leider eingeht! (kann mir das sonst auch nicht erklären)
Ich habe glaube ich, ein sehr großes Terrarium mit echten Pflanzen und
auch
einem Brunnen, eben den idealen Lebensraum für ihn geschaffen.
Wie dem auch sei, diese Tiere sind einfach wunderschön anzuschauen und
zu
beobachten, daß ich mittlerweile großen Gefallen daran gefunden habe
und damit
er nicht mehr so alleine ist wollte ich ihm noch ein Weibchen kaufen.
Dazu noch ein paar Fragen:
Wie teuer ist so ein geeignetes Weibchen?
Wie alt muß es sein?
Habt ihr eine richtige Zucht?
Verträgt sich ein Pärchen auch mit anderen Arten?, habe noch 2
Rotkehlanolis!
Mein Männchen ist total schüchtern und auch schon 8 Monate
allein, Kann
er sich an ein Weibchen ohne weiteres gewöhnen?
Kennt ihr einen Tierarzt in der Nähe, der diese Tiere behandeln
kann?
Hier in Wolfsburg gibt es keinen der sich an die Tiere heranwagt!
Antwort: Das ist ja einiges, was du von uns wissen möchtest, aber ich möchte gerne versuchen dir alles zu beantworten.
> ich habe seit einem Jahr
ein männlichen
Madagaskar-Gecko, den ich auch als
> Pärchen letztes Jahr gekauft habe.
Ich gehe einmal davon aus, dass es sich bei den Tieren um Phelsuma
madagascariensis grandis handelt, oder liege ich da falsch. Es gibt
nämlich
einige Arten der Gattung Phelsuma auf Madagascar.
> Das Weibchen verstarb nach kurzer Zeit. Ich glaube aber heute
noch, dass
> dieses auch ein Männchen war, nur kleiner...In der Fachliteratur
habe ich
> gelesen, dass sich 2 Männchen nicht vertragen und der schwächere
leider
> eingeht!(kann mir das sonst auch nicht erklären)
Das mit dem Eingehen ist durchaus richtig. Von das kleinere Tier vom
größeren
durch dessen bloße Anwesenheit unterdrückt wird, geht es früher oder
später
ein. Männchen und Weibchen sind bei P. mad. grandis allerdings
sehr
deutlich an den Präanofemoralporen zu unterscheiden. Diese sind beim
Männchen
deutlich ausgeprägter.
Wo hast du die Tiere denn gekauft? Denn wenn es sich um Wildfänge
handelt, ist
es nicht ausgeschlossen, dass die Tiere Krankheitserreger in sich
tragen, mit
denen sie in freier Natur sehr gut klarkommen, die im Terrarium
allerdings auch
zum Tode des Tieres führen können.
> Ich habe glaube ich, ein sehr großes Terrarium mit echten Pflanzen
und
auch
> einem Brunnen, eben den idealen Lebensraum für ihn geschaffen.
Das hört sich erst mal nicht schlecht an. Wie groß ist das Becken den
genau?
Und wie sieht es
mit Temperatur und Luftfeuchtigkeit
aus? Das spielt für das Wohlergehen der Tiere nämlich eine wichtige
Rolle.
> Wie dem auch sei, diese Tiere sind einfach wunderschön anzuschauen
und zu
> beobachten, das ich mittlerweile großen Gefallen daran gefunden
habe und
> damit er nicht mehr so alleine ist wollte ich ihm noch ein
Weibchen kaufen.
> Dazu noch ein paar Fragen:
> Wie teuer ist so ein geeignetes Weibchen?
Der Preis für Weibchen hängt sehr stark vom Alter und der Rotzeichnung
der
Tiere ab. Allerdings variiert es auch von Züchter zu Züchter, so dass
ich dir
hier nur Richtwerte geben kann: Ich würde sagen, ein normal gefärbtes grandis-Weibchen
von ungefähr zwei Jahren kann zwischen 100,- und 200,- DM kosten, aber
wie
gesagt, wir haben die Tiere nicht und von daher nur Schätzwerte.
> Wie alt muß es sein?
Ich würde sagen, dass das Weibchen ungefähr zwei Jahre alt sein sollte.
Allerdings spielt die Größe deines Männchens eine nicht ganz unwichtige
Rolle. Das Weibchen sollte möglichst gleich groß sein.
> Habt ihr eine richtige Zucht?
Ja, wir züchten einige Geckos: u. a.: Phelsuma madagascariensis
madagascariensis, P. klemmeri und P. guimbeaui guimbeaui.
Zum anderen
halten wir noch P. laticauda angularis und P. v-nigra
comoraegrandensis. Sonst haben wir noch ein Paar Nachtgeckos (Uroplatus
henkeli (auch Nachzuchten), U. lineatus und U.
phantasticus)
und Pfeilgiftfrösche.
> Verträgt sich ein Pärchen auch mit anderen Arten?, habe noch 2
> Rotkehlanolis!
Grandis gelten im Allgemeinen als recht aggressiv und
Rotkehlanolis sind
recht klein, von daher würde ich sie nicht in einem Becken
vergesellschaften.
> Mein Männchen ist total schüchtern und auch schon 8 Monate allein,
> Kann er sich an ein Weibchen ohne weiteres gewöhnen?
Ich würde sagen, wenn ein adultes Weibchen in sein Becken kommt müsste
er es
akzeptieren. Allerdings sollte man das gut beobachten und im
Zweifelsfall
einschreiten, wenn er zu aggressiv wird. Aber dann könnte man immer
noch sie in
das spätere gemeinsame Terrarium setzen und ihn nach einem Monat
dazusetzen, da
er dann in ihr Revier kommt und nicht so aggressiv sein sollte.
> Kennt ihr einen Tierarzt in der Nähe, der diese Tiere behandeln
kann? Hier
> in Wolfsburg gibt es keinen der sich an die Tiere heranwagt!
Es gibt eine Tierärztin in Hannover an der Hochschule. Sie soll
angeblich
ziemlich gut sein: Dr.med. vet. Renate Keil
Sonst kennen wir auch nur Tierärzte, die schon mal etwas von Reptilien
gehört
haben.
Frage: Ich bin ja ein ziemlicher Gecko-Anfänger und bräuchte mal Deinen Rat. Vielleicht hast Du mal das eine oder andere von denen gehört. Mir bietet einer 1,1 cepediana an, allerdings hat das Weibchen einen regenerierten Schwanz. Sieht man das? Ist das ein Drama? Das Alter von 1,5 Jahren scheint in Ordnung zu sein? Und was gibt's da für Farbunterschiede? Gibt's welche, die fast nur türkis/blau sind? Und wie ist der Preis mit 250,- für das Pärchen? Ist das das Übliche?
Antwort: Phelsuma
cepediana sind
wunderschöne Tiere, der Preis von 250,- ist nicht wenig, aber auch
nicht unangemessen, also durchaus im Rahmen. Wichtig wäre zu wissen, ob
es sich
um Wildfänge oder Nachzuchten handelt. Wenn du uns den Züchternamen
nennen würdest,
könnten wir dir vielleicht zu- oder abraten. Musst du aber wissen.
P. cepediana
kann durchaus einen stark
bläulichen Einschlag haben, was allgemein recht begehrt ist. Achte
unbedingt
darauf, dass bei beiden die Bauchunterseite die gleiche Farbe hat
(entweder grünlich
oder weiß)! Denn es scheint da zwei Farbvarianten oder noch nicht
beschriebene
Unterarten zu geben, die sich unter einander nicht kreuzen lassen!
Phelsuma cepediana ist
nicht unbedingt eine Anfängerphelsume. Dafür eignet sich P. klemmeri
schon viel eher. Auf unserer Homepage www.ig-phelsuma.de solltest du
vielleicht einige
Haltungstipps bekommen, denke ich.
Das mit dem Schwanzregenerat finde ich persönlich nicht so schlimm.
Falls du
ehrliches Interesse hast, solltest du dir die Tiere aber vorher
vielleicht
sowieso erst mal ansehen, dann kannst du es selbst beurteilen und immer
noch
"nein" sagen. Sehen wird man das Regenerat vermutlich schon, aber das
haben so einige Geckos. Es beeinträchtigt sie nicht, sieht bloß nicht
so toll
aus. Meist ist der neue Schwanz etwas kleiner und farbloser.
Frage: Ich habe von euch die beiden P. mad. mad. gekauft. Alles war gut bis heute, da habe ich sie gefüttert und die beiden sind „aneinander gerasselt“, und der kleine hat dem größeren ein Stück Haut / Schuppen in der Gegend unter der Kehle rausgerissen. Ich habe schon gehört, dass man diese Stelle mit einer speziellen Salbe bestreichen soll, aber ich glaube nicht, dass ich meine Tiere in dem Pflanzengewirr einfach so heraus fangen kann. Vielleicht mit einer Falle, wie ich es früher mit Fischen gemacht habe (aus Plexiglas mit leichter Falltür)?
Antwort:
War das das einzige Mal, dass die beiden "aneinander gerasselt" sind?
Vertragen sie sich ansonsten? Dann würde ich ihnen vorläufig den Stress
des
Herausfangens sparen und sie weiter intensiv beobachten. Wenn du jedoch
tatsächlich
den Eindruck hast, dass es ein ernsthaftes Problem gibt, wirst du sie
trennen müssen.
Wie groß sind die zwei mittlerweile eigentlich?
Zum Fangen verwenden wir gern ein möglichst klares Trinkglas, in das
wir ein
oder zwei kleine Grillen als Köder setzen - manchmal gehen die Geckos
darauf
und springen tatsächlich freiwillig in die Falle. Dann muss man das
Glas oben
nur noch mit der Hand oder - besser - mit einer flachen Pappe zudecken,
bis zum
Transport in das andere Terrarium. Ansonsten wirst du ihn leider ein
wenig in
das Glas hineintreiben müssen, fürchte ich. Du hast recht - das kann
ein
bisschen dauern...
Nachfrage: Erst mal danke für eure schnelle Antwort. Die beiden sind jetzt so um 13 cm Gesamtlänge, wobei das eine Tier ca. 14 cm misst. Die beiden kabbeln sich eigentlich nicht, nur manchmal, wenn es um Bananenbrei geht, oder wenn sie eine Wachsmotte durchs Terrarium jagen, dann kommt es zu einer kurzen Rangelei, wobei sich aber nicht erkennen lässt, wer der Gewinner ist, weil keiner der beiden vom anderen unterdrückt wird. Also wegen der kleinen Wunde soll ich erst mal nichts machen?
Antwort: Wie gesagt: Wenn du keine ernsthaften Streitereien siehst, würde ich erst mal nichts unternehmen. Aber du hast sicher recht damit, die beiden gut im Auge zu behalten. Die Wunde würde ich so lassen, wie sie ist. Aber beobachte auch sie, dass sie sich nicht entzündet. Beißereien oder auch Paarungsbisse kommen auch in der Natur vor und müssen von den Tieren weggesteckt werden - da gibt es auch keine Medikamente, und kaum "heile" Tiere. Falls es sich entzündet, solltest du allerdings doch etwas unternehmen (so ganz wie in der Natur wollen wir unsere Tiere ja auch nicht verrecken lassen) - da müssten wir uns allerdings erst mal erkundigen, was man da genau drauf tun kann, das weiß ich so auch nicht.
Frage: Mein Männchen habe ich in einem Zoofachgeschäft für Reptilien gekauft. Das Geschäft bzw. seine BesitzerIn scheint mir auch seriös zu sein. Bei den Fotos und Beschreibungen die ich von P. standingi im Internet gefunden habe ist mir aufgefallen, dass mein Männchen zwar zu dieser Art gehört, aber von der Färbung und Zeichnung doch teilweise große Unterschiede auftreten. Ist es ein Problem ein Paar zusammen zu halten, das zwar zur gleichen Art gehört, aber äußerlich doch stark variiert?
Antwort: Es gibt tatsächlich bei P. standingi zwei unterschiedliche Färbungsmuster. Das eine besteht aus einem Querlinienmuster auf dem Rücken, während das andere eher grau durchgepunktet ist. Die Färbung ist zusätzlich allerdings auch vom Alter der Tiere abhängig. Jungtiere besitzen zunächst alle ein sehr intensives Querstreifenmuster, das sich im Alter auflöst. Ob es bei der Paarzusammenstellung Probleme bei unterschiedlich gezeichneten Tieren geben kann, weiß ich nicht.
Frage: Ich habe 5 Klemmeris und kann bis heute noch nicht sagen, ob Männchen oder Weibchen. Gibt es vielleicht noch andere Merkmale auf die ich achten könnte, um sie zu unterscheiden, oder habt ihr vielleicht sogar ein Foto wo man die Unterschiede bei Klemmeris erkennen kann?
Antwort: Ich finde die Geschlechtsunterscheidung von P. klemmeri auch nicht so einfach. Man sagt aber, dass man mit Hilfe einer Lupe auch schon recht früh etwas sagen kann. Und zwar solltest du mal auf die Präanofemoralporen achten, also auf die Poren unter den Schenkeln der Hinterbeine. Sowohl Weibchen als auch Männchen haben dort kleine weiße Hautlappen entlang der Oberschenkel. Bei den Männchen finden sich auf diesen Lappen kleine dunkle Punkte, die die Weibchen nicht haben - soweit ich weiß, sind das die Poren. Versuch das doch mal.
Nachfrage: Ich hab da eben die Frage noch zur Beleuchtung. Was soll ich da nehmen, was nehmt ihr da? Brauch ich so ne Quecksilberdampflampe oder auch Natriumdampflampe oder so ... oder reichen Leuchtstoffröhren in der Regel aus ?
Antwort:
Das ist keine so einfache Frage, und ich kenne mich da auch gar nicht
so gut
aus. HQI und HQL gelten eigentlich so als das Beste und Hellste und
sollen auch
am ehesten Tageslicht nachempfinden. Insofern sind sie schon nicht
schlecht, und
wir verwenden sie auch gern. Man muss dann darauf achten, dass man sie
außerhalb
des Terris anbringt.
Andererseits haben wir durchaus auch Becken, die wir mit UV-Leuchten
aus der
Terraristik betreiben, und manchmal sogar einfach Baumarkt-Neonröhren.
Das ist
eine Frage der Helligkeit, aber wenn man mehrere davon verwendet, geht
es auch -
wird dann halt auch wieder teurer, man braucht ja auch die
Vorschaltgeräte.
Solche Lampen kann man auch auf das Terri legen (kann sie auch
reinkleben). Was
mich sonst stört, ist, dass die Tiere sehr gern auf den Abdeckblechen
sitzen
und man sie nie ordentlich fotografieren kann. Ist nur meine
persönliche
Meinung... Also: HQI oben drüber sieht schon netter aus und ist auch
heller,
ist aber auch eine Preisfrage - es geht auch ohne.
Zusätzlich bieten wir häufig eine normale Glühlampe oder Halogenlampe,
die
nur in der Mittagszeit zugeschaltet wird und die Temperaturkurve
nachempfinden
soll.
Nachfrage:
Als ich heute im Blumengeschäft fragte, welche Pflanzen
Temperaturen bis
ca 30 -35 ° aushalten und hohe Luftfeuchtigkeit, da starrten sie mich
alle nur
ratlos an ...
Ich denke da an Philodendron monsteria und noch andere
Philodendronarten
und eben die Kannenpflanzen, aber da das Becken nun doch etwas größer
ausfällt
(120 l 50t 80h), hab ich doch mehr zu bepflanzen. Ich dachte da noch an
Papyros..
Fallen dir noch andere Pflanzen ein oder ist das ziemlich egal, was ich
da
reintu, Hauptsache keine Stacheln...?
Als Anfänger tut man sich da saumäßig schwer... Jetzt sind da diese
lieben
Tiere in der Zoohandlung, die gerade darum betteln, aus ihrem
kleinen
Terrarium befreit zu werden, und ich sitz da und wart bis ich endlich
einen Plan
hab ...
Was sollte ich als Bodengrund verwenden? Ich mein, es sollten
ja auch die
Pflanzen darauf wachsen, aber ich las, dass Blumenerde nicht das
richtige
ist?!?! Vielleicht Blumenerde drunter und dann noch Pinienmulch drauf ?
Zur Beleuchtung werd ich so ne Reptiröhre kaufen und noch so
eine
Tageslichtröhre und noch eine UV-Lampe, die Hitze auf einen gewissen
Bereich
erzeugen soll?!?!
Hast du Fotos von deinem Terrarium, dass ich mir mal ein Bild
machen
kann, wie das ausschaut?!?! Ich les im Netz, aber da ist so eine
Infoflut und
und und und ich steh da und hab keinen Plan ...
Antwort:
ich hänge dir mal ein paar Bilder an (hoffentlich klein genug, damit
man sie
runterladen kann, und groß genug, damit man etwas erkennen kann). So
kannst du
dir mal einen Eindruck davon verschaffen, wie das bei uns so aussieht.
Nimm das
mit den Pflanzen nicht so eng. Wir gehen immer einfach in den Baumarkt
und
kaufen, was uns gefällt und vor die Linse läuft. Wie gesagt:
Hauptsache,
stabil genug. Wenn es einigermaßen tropische Pflanzen sind (also nicht
gerade
Kakteen und nicht gerade Geranien), die man sich als Grünpflanzen ins
Fenster
stellen kann, sind sie schon nicht ganz verkehrt. Am besten eignen sich
Sansevierien, also Bogenhanf, weil er fest und glatt ist. Bananen,
Philodendron
etc. ist aus demselben Grunde ok, wobei Bananen fürchterlich wuchern
können,
die muss man immer mal zurückschneiden (dann aber die Schnittstelle für
ein
paar Stunden mit einem Tuch abkleben, damit die Geckos den Gummisaft
nicht
auflecken). Dieffenbachie (ist giftig, aber die Tiere essen die Pflanze
ja
nicht), Grünlilien, kleine Palmen, Rankpflanzen für die Rückwand -
alles kein
Problem. Die Rückwand kleben wir übrigens immer mit Kork ab, aber das
willst
du ja aus Raumteilergründen nicht.
Zum Thema "Tiere in der Zoohandlung" muss ich natürlich auch noch
einen Kommentar abgeben. Wie du ja von der Website ig-phelsuma.de
weißt, sind
wir nicht so begeistert von Importen (und die bekommt man halt in einem
Laden
meistens). Wenn du die Tiere wirklich haben willst, solltest du dich
überzeugen
1. Dass es sich definitiv um ein Pärchen handelt. Lass es dir zeigen
und erklären.
Das Männchen kann ein bisschen größer sein als das Weibchen, hat eine
dicke
Beule unter dem Hintern, in dem sich die beiden Hemipenes befinden, und
einige
gut sichtbare Porenlappen unter den Oberschenkeln der Hinterbeine.
2. Dass die Tiere gesund sind, möglichst keine Wildfänge, dass sie
einen
agilen aber nicht gehetzten Eindruck machen, keine Bissstellen haben.
Ein
Schwanzregenerat ist dagegen nicht unbedingt ein Ausschlusskriterium.
WF (Wildfänge)
haben in den allermeisten Fällen Parasiten, die man dann erst mal (per
Kotprobe) identifizieren und behandeln sollte. Wenn man NZ
(Nachzuchten) vom Züchter
kauft, kann man das zwar auch nicht ausschließen, die
Wahrscheinlichkeit ist
aber geringer, und die meisten Züchter könnten dir ggf. später bei der
Behandlung auch Tipps geben. Man kann auch zum Tierarzt gehen, aber die
meisten
kennen sich eben doch nicht besonders gut mit Reptilien aus.
3. Es ist wichtig, dass du Papiere für die Tiere bekommst. Das heißt,
du musst
dir mit Unterschrift bestätigen lassen, dass du die Tiere dort gekauft
hast,
und die Tiere dann bei deinem zuständigen Naturschutzamt melden. Das
musst du
mit Phelsumen-NZ natürlich auch.
Hast du Kontakte unter Terrarianern? Z. B. über die DGHT (Deutsche
Gesellschaft
für Herpetologie und Terrarienkunde) und ihr Anzeigenjournal? Über die
REPTILIA (Zeitschrift) und ihre Anzeigen? Hast du mal auf der
ig-phelsuma.de-Seite inseriert, denn dort gibt es ja auch eine
Kleinanzeigen-Rubrik? Auch auf reptilien.de oder geckos.de kann man
Glück
haben. Wie gesagt, wenn du NZ bekommen könntest, ist das nicht nur
sicherer für
dich, sondern auch günstiger, und du hast keinen Export aus Madagaskar
unterstützt,
bei dem die Hälfte der Tiere schon auf dem Transport gestorben ist...
Der
einzige Nachteil ist meist der, dass der Laden gleich um die Ecke ist
und die
Tiere dort schon warten - zu einem Züchter muss ich immer erst mal
hinkommen.
Ich kann gern versuchen dir bei der Suche nach einem Pärchen zu helfen.
Wo
kommst du noch mal her?
Wie kommst du eigentlich ausgerechnet auf Phelsuma madagascariensis
grandis?
Die Diskussion um den Bodengrund ist ebenso heiß wie die um die
Lampen... Wir
verwenden einfach Blumenerde, teilweise auch aufgeweichte
Kokosfaserziegel, was
aber im Prinzip das Gleiche ist. Andere nehmen Seramis, weil das die
Feuchtigkeit hält. Wieder ganz sterile nehmen nur Küchenpapier und
stellen die
Pflanzen in Töpfen darauf. Soll ich sagen, mach was du willst? Wir
haben mit
Blumenerde eigentlich ganz gute Erfahrungen gemacht. Hat den Nachteil,
dass wenn
es zu feucht ist (ist es bei uns eigentlich nicht, wir sprühen einmal
am Tag),
es schimmeln kann, und nicht gefressene Grillen können sich besser
verstecken.
Trotzdem finden wir es am "natürlichsten".
Pass insgesamt auf, dass das Becken nicht zu heiß wird. Mach erst mal
zwei
Lampen und miss dann die Temperatur. Eine dritte Lampe würde ich nur in
einer
Ecke anordnen, damit die andere Ecke ein wenig kühler bleibt. Außerdem
würde
ich diese dritte Lampe nur über ein paar Mittagsstunden (ca. 11.00 bis
15.00
Uhr oder sowas) zuschalten, um die Mittagshitze auf Madagaskar zu
simulieren.
Nachfrage: Ich finds nun auch besser, mir die Tiere von einem Züchter zu kaufen weil billiger und kein Import!!! Aber ich komme aus Salzburg und finde im Inet keinen Züchter aus Österreich... Vielleicht könnt ihr mir wirklich helfen... Ich kauf mir am Samstag nun das Terrarium mit 120 L 50 B 80 H, ist ja nicht viel teurer als das andere und geht vom Platz her wunderbar :) Vielleicht kann ich da auch mehr als ein Paar hineintun vielleicht 1 Männlein und 2 Weiblein? Pflanzen hab ich nun auch kein Prop mehr, als ich die Bilder da von euch gesehen hab... danke. Ich hoff, ich komm über nen Züchter an die Tierchen [...]
Antwort:
Ich würde dir wirklich empfehlen, selbst zu inserieren – vielleicht
meldet
sich jemand darauf. Zum anderen rufst du am besten mal unsere
Nachzuchtvermittlung Süd an. Die können dir hoffentlich Telefonnummern
geben
von Leuten, die nicht allzu weit weg wohnen: + 49 (0) 73 51 - 2 23 58.
Die (0)
aus Österreich nicht mitwählen. Sind nette Leute, einfach mal probieren
(du
findest die Nachzuchtvermittlungsnummer auf unserer Homepage unter
"Nachzuchtvermittlung". Dort gibt es übrigens auch eine Liste mit
Züchtern.)
Das Becken ist in der Tat schön groß. Zum Thema "mehrere Tiere als ein
Pärchen"
habe ich neulich schon mal im Forum was gepostet, vielleicht magst du
das lesen?
Denn das ist sehr schwer vorherzusagen, ob sich die Tiere vertragen. Es
kann gut
gehen, aber was, wenn nicht? Dann musst du ein Weibchen wieder abgeben,
oder dir
ein Ausweichbecken zulegen... Und wie gesagt, in dem Fall bin ich
speziell für grandis
nicht die Expertin und kann dir keine konkreten Erfahrungen nennen.
Nachfrage:
Findet ihr das ne gute Idee, wenn ich mir ne HQL-Lampe kauf und
die von
oben in der Ecke, also an der Wand befestigt leuchten lasse, und brauch
ich dann
noch eine Wärmelampe? Reicht der Quer-Steg aus, wo die Lampe dann
draufscheinen
würde im abstand von ca 25 cm?
Wasserschüssel
werde ich unten
platzieren, oder?
Ich glaub, das Terri is ausreichend bepflanzt - weißt du, ob das dem Philodendron
was ausmacht, wenn ich ihn mit der HQL bestrahle? Heizkabel
oder
Matte werd ich dann nicht brauchen oder?
Antwort:
Das sieht doch schon ganz gut aus. Wobei es für die Tiere sicher noch
angenehmer gewesen wäre, wenn das Becken höher als breit gewesen wäre.
Aber
so geht es sicher auch.
Eine HQL in einer Ecke ist eine gute Idee - aber befestige sie bloß
nicht
innerhalb des Beckens! Dafür ist die viel zu stark. Der Philodendron
wird
in der Tat evtl. auch so schon etwas leiden, aber das wirst du
vielleicht gar
nicht verhindern können. Teste das dann doch einfach mal aus, miss die
Temperatur an verschiedenen Stellen, und dann kannst du immer noch
entscheiden,
ob irgendwo noch ein Wärme- und Lichtspot nötig wird.
Ja, die Wasserschüssel kannst du einfach auf den Boden stellen.
Wenn sich das Pärchen gut verträgt, ist das Terrarium wahrscheinlich
ausreichend bepflanzt. Wenn nicht, kannst du immer noch ein oder zwei
niedrige
Sansevierien oder sowas hinzufügen. Ein Heizkabel bzw. eine Matte wirst
du
nicht brauchen, das denke ich auch.
Frage: Vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen. Ich verfüge z. Z. über einige Nachzuchten des Phelsuma lineata. Es sind 8 Tiere, deren Geschlecht jedoch noch nicht festgestellt ist. Obwohl ich ein recht großes Terrarium habe, kommt es bei den älteren Tieren (Nachzuchten) oft zu Angriffen. Ich habe nicht die Möglichkeit, weitere Terrarien aufzustellen. Daher möchte ich die Tiere teilweise abgeben. Das Angebotsheft / Kleinanzeigenheft vom DGHT erscheint leider erst zu spät. Meine Frage also: Seid Ihr an Nachzuchten interessiert oder könnt Ihr mir Interessenten vermitteln?
Antwort:
Aber leider können wir dir bei deinem Problem auch nicht so richtig
weiter
helfen. Wir haben selbst mal lineata lineata gezüchtet, und
haben auch
die Jungtiere gemeinsam großgezogen. Klar, dass das irgendwann nicht
mehr
funktioniert, wenn die Tiere zu groß werden. Dafür sind die Revier- und
Futterstreitigkeiten einfach immer vorhanden.
Um Interessenten möglichst kurzfristig zu finden, kann ich dir als
Medium tatsächlich
nur das Internet empfehlen. Am besten bietest du auf folgenden Seiten
an:
www.ig-phelsuma.de
www.phelsuma.de
www.geckos.de
www.reptilien.de
Das sind meiner Meinung nach diejenigen, die vom Fachpublikum am
ehesten gelesen
werden. Wir selbst haben aber kein Interesse an den Tieren, danke
trotzdem der
Nachfrage.
Frage:
Ich habe zu Hause noch ein schönes großes Terrarium stehen, das mal
wieder
besetzt werden möchte. Nun liebäugel ich mit Phelsumen. Besonders, weil
das
Terrarium 1 m hoch ist und einer kletternden Art Platz nach oben
bietet. Bevor
ich mir nun Literatur über Phelsumen zulege, würde es mich
interessieren, ob
man Ph. grundsätzlich in Zuchtgruppen halten kann. Wie viel
Platz
brauchen Phelsumen, und kann ich verschiedene Arten
zusammenhalten? z.B. Phelsuma
klemmeri, Phelsuma laticauda, Phelsuma mad grandis
und Phelsuma quodriocellata ?
Würden sich die Arten untereinander verpaaren (möchte man natürlich
vermeiden!!) Gibt es Besonderheiten, die man beim Kauf einer
Phelsume
beachten sollte... Größe, blutsfremde Eltern?
Wie stellt man das Geschlecht einer Phelsume fest, und ab wann
ist eine
Phelsume geschlechtsreif?
Antwort:
> Ich habe zu Hause noch ein schönes großes Terrarium stehen, das
mal
wieder
> besetzt werden möchte. Nun liebäugel ich mit Phelsumen. Besonders,
weil
das
> Terrarium 1m hoch ist und einer kletternden Art Platz nach oben
bietet.
Stimmt, das klingt ganz gut geeignet. Kommt je nach Art noch auf die
Breiten-
und Längenmaße an.
> Bevor ich mir nun Literatur über Phelsumen zulege, würde es mich
> interessieren, ob man Ph. grundsätzlich in Zuchtgruppen halten
kann. wie
> viel Platz brauchen Phelsumen, und kann ich verschiedene Arten
> zusammenhalten? z.B. Phelsuma Klemeri ,Phelsuma laticauda,
Phesluma mad
> grandis und Phesluma
quodriocellata ?
Phelsuma klemmeri ist
die einzige, bei der man grundsätzlich überhaupt Chancen hat, sie mit
anderen
Phelsumen zu vergesellschaften. Mir sind da als Arten Phelsuma
nigristriata
und Phelsuma seippi bekannt, mit denen das schon funktioniert
hat. Aber
auch dafür kann dir keiner Garantien bieten. Grundsätzlich sollte man
Phelsumen eher nicht vergesellschaften (außer z. B. mit Anolis
oder
Pfeilgiftfröschen, das kann je nach Art ganz gut funktionieren). Ein
Männchen
mit mehreren Weibchen ist aus ähnlichen Gründen häufig auch nicht die
beste Lösung,
kann aber klappen. Aber Vorsicht: Wenn du erst mal zwei Weibchen und
ein Männchen
hast, und sie vertragen sich nicht, musst du ein Ausweichbecken haben,
um ein
Weibchen "zwischenzuparken".
Bedenke, dass diese Arten alle leicht unterschiedliche Klimabedürfnisse
haben: klemmeri
eher warm und hell, laticauda "mittelmäßig", mad grandis
ebenso, aber braucht ein großes (!) Becken, und quadriocellata
tendiert
zu feuchteren und kühleren Becken - ist auch nicht ganz einfach zu
halten und
zu züchten. Ich denke, dass du mit den drei zuerst genannten Arten viel
besser
fährst. Wenn dir die "quadrios" besonders gefallen, gibt es eine
ähnliche
Art, die sehr anfängerfreundlich, zutraulich und hübsch ist: Phelsuma
lineata dorsivittata. Wenn sie dir gefällt (schau dir mal Bilder
auf
unserer Homepage an, s. u.), nenne ich dir gern einen Züchter in
Braunschweig,
der sehr schöne Tiere abgibt.
> würden sich die Arten untereinander verpaaren ( möchte man
natürlich
> vermeiden!!) Gibt es Besonderheiten, die man beim Kauf einer
Phelsume
beachten
> sollte... Größe, blutsfremde Eltern?
Die Kreuzung ist eigentlich nur dann ein Problem, wenn man eng
verwandte
Unterarten vergesellschaften würde - z. B. ein Männchen von Phelsuma
lineata lineata mit einem Weibchen von P. lineata dorsivittata.
Diese
beiden könnten u. U. Nachwuchs produzieren. Da du aber wie gesagt so
oder so
schlecht vergesellschaften kannst, ergibt sich das Problem fast gar
nicht. P.
klemmeri würde sich mit den beiden oben genannten Arten jedenfalls
nicht
kreuzen. Und wenn doch, hätte ich gern einen kurzen Bericht darüber für
unseren Verein ;-)
Beim Kauf einer Phelsume sollte man darauf achten, Nachzuchten zu
bekommen.
Danach solltest du dich in Läden explizit erkundigen - besser ist
sicher der
Kauf beim Züchter, der dir auch gleich deine konkreten Fragen sehr
konkret
beantworten kann. Außerdem brauchst du "Papiere" für diese geschützten
Tiere, also eine Art Übergabebescheinigung des Verkäufers, aus dem
hervorgeht,
woher das Tier stammt, mit Datum und Unterschrift. Danach musst du das
Tier bei
deinem zuständigen Naturschutzamt anmelden. Die Tiere sollten in einem
guten
Ernährungszustand sein, einen aufmerksamen aber nicht zu hektischen
Eindruck
machen, glänzende Augen haben, nicht zu viele "Macken", also
Hautverletzungen - kommt beim Händler sehr auf die Haltungsbedingungen
an! Ein
Schwanzregenerat ist übrigens nur ein Schönheitsmangel, kein
gesundheitliches
Problem. Kaufe besser nicht aus Becken, wo zehn Phelsumen
zusammengepfercht
sitzen – das entspricht überhaupt nicht deren aggressiver Lebensweise
und
Einstellung zu Artgenossen. Beim Züchter werden die Tiere paarweise
gehalten,
bzw. die Jungtiere manchmal in Gruppen aufgezogen.
Für weitere Infos sowie zur Suche nach den geeigneten Phelsumen
solltest du dir
unbedingt mal die Homepage der Interessengruppe Phelsuma mal anschauen:
www.ig-phelsuma.de - über die Kleinanzeigen findest du vielleicht einen
passenden Züchter in deiner Nähe. Es gibt auch
Vermittlungs-Telefonnummern,
die dir konkrete Ansprechpartner nennen können, und viele Bilder und
Haltungsberichte.
Falls du dich weiterhin konkret für Phelsuma laticauda
interessierst, können
wir dir vielleicht weiter helfen - allerdings "nur" mit der Unterart P.
l. angularis, die wir aber nicht weniger hübsch finden. Von dieser
Art
haben wir noch einzelne Weibchen abzugeben - vielleicht findest du
woanders ein
Männchen?
Von der Vergesellschaftung zweier Weibchen würde ich dir bei dieser Art
übrigens
gleich abraten, das kann man vielleicht eher mal mit P. klemmeri
ausprobieren.
> wie stellt man das Geschlecht einer Phelsume fest, und ab wann ist
eine
> Phelsume geschlechtsreif?
Das ist nicht so einfach... Männchen sind manchmal etwas größer,
kräftiger
und intensiver gefärbt. Sie haben Hemipenistaschen, also einen
"verdickten
Hintern" sowie Präanofemoralporen - das sind Hautlappenreihen an den
Unterseiten der hinteren Oberschenkel. Die haben die Weibchen zwar
auch, aber
kleiner. Die Unterscheidung kann bei manchen Arten auch einfacher oder
schwieriger sein als bei anderen.
Geschlechtsreif... Das ist auch von der Art abhängig. Bei kleinen Arten
so etwa
ein Jahr, bei größeren eher zwei Jahre. Man sollte nicht zu junge
Weibchen zu
Männchen setzen, damit sie kräftig genug werden können, ehe sie das
erste Mal
Eier legen.
Frage:
Welche Arten nicht größer als 30 cm?
Was ist der normale Marktpreis für 1 Ph klemmeri?
Woher Kriege ich Bambus (ohne Plünderung des Japanischen Gärtchen vom
Nachbarn
:-) )
Antwort:
> Welche Arten nicht größer als 30 cm?
Eigentlich fast alle, außer P. standingi und den sämtlichen
Unterarten
von P. madagascariensis (wobei die Nominatform die 30 cm auch
nicht
erreicht, meine ich). Alles andere, was man irgendwie bekommen kann,
ist
deutlich kleiner.
> Was ist der normale Marktpreis für 1 Ph klemmeri ?
Oh... das ist nicht so pauschal zu sagen. Wir würden für ein
halbwüchsiges
Jungtier auf einer Börse 50,- Euro verlangen, und im allgemeinen auch
bekommen.
Du kannst manchmal deutlich günstigere Tiere bekommen, doch auch viel
teurere.
Ich denke, so direkt vom Züchter sollte ein erwachsenes Tier auch so
etwa 40,-
bis 50,- Euro kosten.
> woher Kriege ich Bambus ( ohne Plünderung des Japanischen Gärtchen
vom
Nachbarn :-) )
Das ist zumindest in Deutschland kein Problem, da bekommt man ihn ihm
Baumarkt
mit Gartenabteilung relativ günstig. Ansonsten kannst du wahrscheinlich
nur auf
Terraristikbörsen schauen.
Frage:
Ich
bin anfänger in der terraristik und spiele mit dem gedanken mir
phelsumen
anzuschaffen.
1.eignen sie sich als `anfängertiere`?
2.wie groß muss dann das terrarium sein?
3.wie muss es ausgestattet sein?
4.kann man auch 2 weibchen zusammen halten, da wir keinen platz
für
mehrere terrarien haben?
5.wie siehts mit der temperatur und der beleuchtung aus?
Antwort:
Meiner
Meinung nach eignen sich Phelsumen auch als
Anfängertiere – kommt dann aber darauf an, welche. Zum Beispiel bieten
sich
da Arten wie Phelsuma klemmeri oder P. lineata dorsivittata
an,
auch P. madagascariensis grandis, die aber ein deutlich
größeres Becken
braucht.
Ein Terrarium für P. klemmeri
oder P.
lineata dorsivittata (aber auch für andere kleinere Phelsumen)
sollte Maße
von etwa 40 cm Breite, 50 cm Tiefe (meist Regalboden-Tiefe) und 70 bis
80 cm Höhe
aufweisen. Dass das Becken höher als breit ist, kommt dem Klettertrieb
der
Tiere entgegen. Je nachdem, wie dicht das Becken durch Pflanzen und
Äste
strukturiert ist, kann es auch etwas kleinere Maße haben, wenn sich die
Tiere
einigermaßen vertragen.
Die Ausstattung sollte sein:
1. Bodengrund: Kies als unterste Drainageschicht, darauf Erde oder gut
abgewaschene Seramiskügelchen (wir bevorzugen Erde).
2. Pflanzen, die feste, große Blätter haben. Bevorzugt Sansevierien =
Bogenhanf, die Pflanze, die in jeder Eckkneipe im Fenster zu finden
ist. Aber
auch Palmen, Bananen, Bromelien,... was du so findest.
3. Äste, bevorzugt Bambus. Phelsumen lieben glatte Flächen, an denen
sie
laufen können.
4. Trinkschale, die man auf den Boden stellt und immer mit frischem
Wasser
versorgt.
5. Töpfchen mit Kalk, den man den Weibchen zur Verfügung stellt - z. B.
geriebene Sepiaschale, die man sonst für Ziervögel nimmt.
Man kann auch zwei Weibchen
zusammenhalten... aber
das muss nicht immer klappen. Bei Phelsuma klemmeri kannst du
da gute
Chancen haben, bei Phelsuma laticauda nicht unbedingt. So was
muss man
immer im Einzelfall ausprobieren, und dann damit rechnen, dass sie sich
doch
nicht vertragen und man ein Weibchen separat halten bzw. wieder abgeben
muss. Es
ist wirklich von Tier zu Tier unterschiedlich. Wir halten manche in
Gruppen
(also 1,2 oder 1,3 = ein Männchen, drei Weibchen) und manche nur im
Paar - je
nachdem, was funktioniert.
Die Temperatur hängt davon ab,
welche Art du hältst.
Bei Phelsuma quadriocellata muss sie nicht so hoch sein wie bei
Phelsuma
klemmeri. Bei Phelsuma standingi muss sie dagegen ziemlich hoch sein.
Als
Mittelwert kannst du dich aber so ungefähr an durchschnittliche 22 -
25°C
nachts und 26 - 28°C tagsüber halten. Dabei sollte aber zusätzlich zur
normalen Beleuchtung (ein bis zwei Neonröhren, je nach Beckengröße, im
Terrarium oder eine HQL oder HQI-Lampe darüber!) ein
oder zwei Wärmespots
zugeschaltet werden, die die nötigen Sonnenplätze zur Verfügung
stellen. Je
mehr Tiere, desto mehr Sonnenplätze. Und an denen darf es ruhig seine
35°C
haben - die Tiere gehen dann weg, wenn es ihnen zu heiß wird.
Frage:
Habe
mittlerweile schon einiges drüber gelesen und
habe mich auch schon für die Phelsuma klemmeri entschieden...
da sie
recht klein sind und gut für Anfänger geeignet sein sollen.
<< Das ist auch unsere
Meinung. >>
Nur
stellt sich nun für mich die Frage, von wo ich sie mir kaufen soll. Die
meisten
Zoohandlungen halten keine Klemmeri und auch raten einige
Internetseiten davon
ab da sie oftmals Wildfänge verkaufen.
Antwort:
Auch das
sehen wir so - wobei sicher weniger die
Gefahr besteht, Wildfänge von P. klemmeri zu bekommen. Die
Fundstelle
der erst 1991 beschriebenen Art ist nach wie vor nicht veröffentlicht,
so dass
in Deutschland eigentlich nur Nachzuchten zu bekommen sind. Darüber
würde ich
mir also ausnahmsweise keine Gedanken machen. Bei allen anderen
Phelsumenarten
trifft das jedoch zu.
Allerdings ist P. klemmeri tatsächlich eine Art, die man
primär über
private Züchter erhält, in Zoohandlungen habe ich noch nie welche
gesehen.
Frage:
Ich halte
seit ca. 1 Jahr P. m. grandis 1,1;
habe auch schon das erste Gelege in meiner Obhut! Nun ist es so, dass
seit
29.08.02 meine Freundin sich eine junge Katze zugelegt hat!!!
Als nun das
Phelsumen-Männchen (28 cm) das Kätzchen zu Gesicht bekam, ist er
völligst
ausgerastet!!! Sprich: er ist im Terri an der Frontscheibe hin und her
gefetzt,
hat mit seinen Kopf gezuckt und die Katze kein einziges Mal aus den
Augen
gelassen!!!!!!???? Die letzten Tage hat er sich Gott sei Dank schon
etwas
beruhigt, aber diese Szene wiederholt sich nach wie vor immer noch
(wenn auch
nicht so arg wie beim ersten Mal)!! Mich würde nun interessieren, wie
dieses
Verhalten zu deuten ist???? Ist es "Feindkontakt" od.
"Futtersicht"!!! Und könnte es auf Dauer ungesund für Bobby
werden!!!!??? (Stress ... )
Antwort:
Ehrlich
gesagt sind wir mit deiner Beobachtung auch
etwas überfragt und überfordert. So etwas habe ich ja noch nicht
gehört...
Mein Mann Jan meint, dass es ja durchaus sein kann, dass der Gecko die
Katze als
Raubtier erkennt. Dann frage ich mich aber, wieso er sich nicht einfach
mit
einem Satz ins Dickicht in Sicherheit bringt. Aber wie dem auch sei -
wenn sich
sein Verhalten nicht normalisiert, würde ich mich bemühen, die Katze
von ihm
bzw. vom Terrarium fernzuhalten. Egal, aus welchem Grund, aber
offensichtlich
versetzt es den im Vergleich doch recht zarten Gecko in Panik, und die
kann auf
Dauer nicht gut sein, da hast du vollkommen recht.
Nachfrage:
Leider
Gottes ist unser damaliges Kätzchen an einer
Magen-Darm-Entzündung verstorben, war leider nichts mehr zu machen bei
ihr!!!
Seit einer Woche jedoch haben wir ein Geschwister-Katzen-Päarchen ( 9
Wochen
alt)!! Den beiden gehts Gott sei Dank blendend!!! Bobby, hat die ersten
zwei
Tage genauso wie am Anfang reagiert, hat sich aber mittlerweile wieder
beruhigt!
Sowohl er als auch Lucy, zeigen sogar eher Interesse als Angst vor den
beiden
(obwohl die zwei Katzen wie die Bösen herumfetzen die ganze Zeit!!!!).
Mittlerweile habe ich schon drei Doppelgelege von meinen grandis
Ein bisschen Sorgen mach ich mir
um das grandis-Weibchen
... sie macht schon wieder einen schwangeren Eindruck (wäre das 3te
Gelege
innerhalb von knappen drei Monaten) und ich hab bissl Angst das es ihr
schön
langsam zuviel wird!!!?
Antwort:
Wenn es denn
bei den grandis 3 Doppeleier
innerhalb von 3 Monate sind, ist das schon in Ordnung. Es ist aber
vernünftig,
wenn du dir "Sorgen" machst, das heißt sie beobachtest und schaust,
dass sie nicht abbaut. Wenn die Sommer-Saison vorbei ist, ist es schon
sinnvoll,
wenn sie eine Legepause einlegt. Bei uns passiert das immer
automatisch, wenn
wir die Beleuchtungsdauer und Spot-Dauer herabsetzen und es insgesamt
kühler
wird. Wenn wir im Sommer zwei- oder dreimal die Beneblungsanlage
anstellen, wird
es im Winter einmal weniger. Also allein durch die klimatischen
Bedingungen
kannst du das Legeverhalten ein wenig steuern. Sollte sie auch im
Winter
unvermindert weiter legen, kannst du dir noch überlegen, die beiden zu
trennen.
Denn du hast im Grunde natürlich recht, dass es für das Weibchen auf
Dauer
sehr belastend ist, wenn es non-stop Eier legen muss.
Frage:
Ich hatte
bisher 1,2 Lygodactylus
luteopicturatus in einem 40*30*50 Becken, habe ich auch immer
noch, bloß
kamen 1,1 Ph. klemmeri aus Münster dazu, die ich gern alle
zusammen in
einem 60*50*80 (L/B/H) vergesellschaften würde, dicht bepflanzt und mit
ausreichenden Ausweichmöglichkeiten. Ein asyl-Gecko (Microscalabotes
bivittis) möchte auch noch mit rein, hat mir aber bisher in der
Gesellschaft der Haftschwänze nie Sorgen gemacht, da er den
Konfrontationen
immer eher aus dem Wege ging. Die Streitereien der Lygodactylen waren
zwar häufig
aber nie ernsthaft und in der Regel Imponiergehabe. Die Klemmeries
warten
momentan noch auf das Ende ihrer Quarantäne, wirken auf mich aber
gesund und
vital, trotzdem sind ihre Bewegungen seichter und der Gesamteindruck
etwas
verletzlicher als der der Lygodactylus, die ja eher zackig
unterwegs
sind. Haltet ihr die Vergesellschaftung für sinnvoll, habt ihr
vielleicht Versuche in der Art schon mit L. kimhowelli unternommen?
Phelsumen in Gesellschaft mit L. kimhowelli war ja auch einer
der Beiträge
im Draco Themenheft "Taggeckos", dort aber nicht im Besonderen mit Ph.
klemmeri...
Antwort:
Wir halten
selbst auch L. kimhowelli -
allerdings noch nicht in Kombination mit P. klemmeri, von denen
wir
ebenfalls drei Paare halten. Der Autor des Artikels in der DRACO hat
gar keine
klemmeris, daher kann er dazu ebenfalls keine Aussage treffen. Ich bin
mir nicht
so sicher, ob das funktioniert, und zwar aus dem einfachen Grund, dass
sich die
Tiere sehr ähnlich sehen. Beide Arten haben einen gelben Kopf und einen
gestreiften Körper. Mein Rat wird daher lauten: Versuche es (würde mich
übrigens
auch mal interessieren, wie das bei dir läuft), aber sei gewappnet,
dass es
leicht schief gehen kann. Du solltest also darauf eingestellt sein,
dass du sie
wieder trennen musst. Außerdem solltest du beachten, dass du alle fünf
Tiere
zum selben Zeitpunkt in das große Becken setzt, damit sich nicht zwei
von
vornherein ein Revier ausbilden, in das sie die anderen nicht mehr
hineinlassen.
Insgesamt gebe ich dir übrigens
recht, dass die
Lygos eher die Rabauken sind, während klemmeris häufig die friedlichen
und
verträglichen sind. Aber: Das muss nicht sein, wir haben zwischen
klemmeri-Männchen
schon übelste Kämpfe gesehen.
Frage:
Ich habe
gelesen, dass Ihr die Vergesellschaftung
von Dendrobaten und Phelsumen für möglich haltet. Welche Arten
kommen in
Frage? Lassen sich auch Ph. mad. grandis mit größeren
Dendrobaten zusammenhalten? Selbst habe ich die Vergesellschaftung von
Stirnlappenbasilisken (m. E. als Echsen- und Amphibienfresser bekannt)
mit Dendrobates
auratus gesehen. Angeblich verhindert die Färbung der Frösche, dass
sie
angegriffen werden.
Antwort:
Ja, wir
halten die Vergesellschaftung von Phelsumen
und Dendrobaten für möglich. Ob das allerdings mit so großen Arten wie P.
m. grandis (oder auch den Stirnlappenbasilisken) klappt, weiß ich
nicht.
Wenn schon jemand davon berichtet hat, muss es bei ihm wohl geklappt
haben. Das
heißt aber nicht, dass das immer funktioniert, und daher würde ich
persönlich
auch eher davon abraten. Sollte eine der großen Echsen doch mal den
Drang verspüren
und einen der Frösche verspeisen, endet es wohl für beide tödlich - das
würde
ich nicht riskieren.
Wenn die Frösche jedoch nicht
als Futter für die
Echsen interessant sind, sollte es grundsätzlich funktionieren. Dafür
eignen
sich meiner Meinung nach die meisten "normal erhältlichen" Phelsumen
(z. B. P. lineata dorsivittata, P. laticauda beide
Unterarten, P.
klemmeri, P. quadriocellata usw.) und ebenso die meisten
"normal
erhältlichen" Dendrobaten (z. B. D. leucomelas, D. auratus,
D.
tinctorius, D. azureus usw.).
Trotzdem sollte man die Tiere
natürlich gut
beobachten sowie vorher in Quarantäne auf ihren Gesundheitszustand
überprüfen
- wobei ich ehrlich gesagt gar nicht genau weiß, ob die gegenseitig
Krankheiten
oder Parasiten übertragen können...
Grundsätzlich muss eben dafür
gesorgt sein, dass
die klimatischen Verhältnisse für beide angenehm sind. Also muss es im
unteren
Bereich dunklere und feuchtere Ecken für die Amphibien geben und im
oberen
Bereich Sonnenplätze für die Wärme liebenden Phelsumen. Außerdem
sollten
nicht zu große Futtertiere gegeben werden, damit sie den Fröschen keine
Probleme bereiten.
Frage:
Ich spiele
mit dem Gedanken, mir P. laticauda zuzulegen.
Habe schon einige Bücher über Phelsuma gelesen. Meine Frage
ist, jetzt
wo stelle ich das Terrarium auf? In den Büchern wird ein separater
Raum
empfohlen, den Raum hätte ich aber nicht. Geht es auch z. B. im
Wohnzimmer,
oder ist das nicht zu empfehlen?
Antwort:
Wir halten
unsere Tiere auch im Wohnzimmer - alle,
die Zuchtpaare, die Jungtiere, Echsen, Schlangen, Frösche. Ich weiß,
dass im
Buch "Faszinierende Taggeckos" davon abgeraten wird, und das kann man
sicher auch so sehen. Ich kenne genug Leute, die es erfolgreich so
machen.
Andererseits kann man es auch umgekehrt betrachten: Tiere, die es
gewöhnt sind,
dass um sie herum Leben herrscht, sind häufig nicht so schreckhaft. Ich
würde
mir also an deiner Stelle nicht zu viele Gedanken darum machen.
Das Wichtigste an einem Aufstellort
ist, dass
du das Terrarium nicht auf eine Fensterbank stellst, wo es einerseits
zu kühl
ist oder andererseits die Sonne hineinbrennen kann, denn dann kann das
Becken
schnell überheizen. Falls nur in den Morgen- oder Nachmittagsstunden
mal ein
Sonnenstrahl das Becken trifft, ist das meist ok - oft genießen es die
Tiere,
sich auf die erwärmten Stellen zu setzen. Vorsichtshalber kann man dann
die
Temperatur im Becken trotzdem noch mal kontrollieren.
Frage:
Ich habe
folgende Frage und habe mir auch schon ein
paar Meinungen eingeholt, die sich allerdings sehr stark unterscheiden:
ich habe
ein paar Hemidactylus mabouia, ein Paar, das für sich
sehr wenig
Platz in Anspruch nimmt und generell recht wunschlos glücklich ist. Ich
würde
allerdings gerne noch ein weiteres Gecko-Paar dazu haben. Einige sagen,
dass das
mit Tag-Geckos kein Problem wäre und haben mir P. mad grandis empfohlen.
Jetzt habe ich aber auf eurer Seite gelesen, dass diese art eher
aggressiv ist
und P. klemmeri vielleicht umgänglicher ist. habt ihr auch ne
Meinung
dazu?
Antwort:
Grundsätzlich
halte ich es für möglich, Hemidactylus
mit Phelsumen zu vergesellschaften, habe aber noch keine
persönlichen
Erfahrungen mit der Nachtgecko-Gattung gemacht. An Phelsumen rate ich
allerdings
eher zu einer "Mittelvariante", da mir die beiden angegebenen von der
Größe her nicht so passend scheinen - madagascariensis eher zu
groß, klemmeri
eher zu klein. Oder wie groß sind die Hemidactylus? Vielleicht
eignen sich
da eher z. B. Phelsuma lineata dorsivittata, also eine
mittelgroße,
einigermaßen verträgliche Phelsume.
Es
gibt bei Vergesellschaftungen, die "wahrscheinlich" funktionieren
sollten (so also klar ist, dass alle die gleichen Klimabedingungen,
ähnliches
Futter benötigen und nicht der eine den anderen auffrisst oder
ansteckt), nur
einen einzigen Grundsatz: Man muss es ausprobieren, die Tiere gut
beobachten und
immer die Möglichkeit haben, eine Art wieder auszuquartieren
(Extra-Terrarium
oder wieder abgeben).
Frage:
Kann man die
Geckos manchmal auf die Hand nehmen,
ohne dass sie abhauen?
Antwort:
NEIN! Wie
bei allen anderen Phelsumen ist es auch
mit P. g. guimbeaui nicht möglich, die Tiere auf die Hand
zu
nehmen. Obwohl es sich um Nachzuchten handelt, sind es immer noch
"wilde" Tiere, die davon laufen würden. Es mag bei sehr intensiver
Pflege ein gewisses Vertrauen durch die Tiere gegenüber dem Züchter
aufgebaut
werden können, trotzdem würden die Tiere bei einer falschen Bewegung
immer
weglaufen. Es ist allerdings möglich es zu schaffen, dass die Tiere aus
der
Hand fressen.
Frage:
Wie kann man
schon beim Kauf erkennen, ob das
Tier gesund ist?
Antwort:
Auf einer
Börse kann man nie hundertprozentig
erkennen, dass ein Gecko gesund ist, auch beim Züchter nicht. Dafür
müsste
man eine Kotprobe sammeln und an eine Diagnostik-Gesellschaft zur
Untersuchung
schicken. Man kann aber beim Kauf zumindest darauf achten, dass das
Tier nicht
zu mager, aber auch nicht extrem fett ist, dass es aktiv ist und nicht
phlegmatisch in der Ecke sitzt (auf einer Börse kann man das in den
Heimchendosen allerdings schlecht beurteilen). Es sollte keine
Verletzungen
haben. Ein verkürzter, also abgerissener Schwanz oder auch ein
Schwanzregenerat
können allerdings mal sein, das ist höchstens ein Schönheitsfehler.
Wenn so
was in der Gecko-Jugend passiert, kann man das Regenerat aber später
kaum noch
von einem echten Schwanz unterscheiden. Grundsätzlich empfehlen wir
übrigens,
das Tier direkt zu Hause beim Züchter anzusehen und zu kaufen, weil man
mehr
Zeit für eine Beratung hat, man die Terrarien gleich begutachten kann
und
manchmal das Tier sogar günstiger ist.
Frage:
Ich bin eine
Anfängerin auf dem Gebiet der
Terraristik. Nun möchte ich mir aber ein Terrarium anschaffen und
könnte mir
vorstellen, mir evtl. ein bzw. mehrere Geckos anzuschaffen. Deshalb
meine Frage:
können sie mir sagen, welche Geckos sich als "Ersttiere"
besonders eignen würden ?
Antwort:
Wir sind der
Meinung, dass sich folgende Arten ganz
gut als "Ersttiere" eignen:
- Phelsuma madagascariensis madagascariensis und P. m.
grandis
(groß!)
- Phelsuma laticauda (mittelgroß - beide Unterarten)
- Phelsuma lineata lineata und P. l. dorsivittata
(mittelgroß,
sehr zu emfehlen), auch P. l. bombetokensis
- Phelsuma klemmeri (klein)
Daneben
gibt es noch einige andere Arten, die wahrscheinlich auch ganz gut
funktionieren, z. B. P. v-nigra, P. ornata usw., die
man aber
nicht ganz so häufig findet. Von anderen Arten würden wir eher abraten,
darunter auch P. quadriocellata in allen Unterarten. Wir selbst
züchten P.
klemmeri, von denen wir aber aktuell nichts abzugeben haben, und P.
guimbeaui guimbeaui, von denen wir zwar Jungtiere abzugeben haben,
die aber
nur bedingt und nach eingehender Beratung für Anfänger geeignet sind
(finden
wir).
Frage:
Ich
interessiere mich für P. seippi und da habe ich ihren
Namen im
Netz gelesen. Vielleicht könnten Sie mir ein paar Erlebnisse oder Tipps
zu
diesen Tieren geben.
Antwort:
Phelsuma
seippi ist eine
hübsche,
baumbewohnende Taggecko-Art, die in der Haltung erst mal nicht zu
kompliziert
ist. Wir haben damals auch mit ihnen unsere Phelsumenlaufbahn
angefangen. Heute
bin ich nicht mehr so sicher, ob ich das empfehlen würde, denn wir sind
nicht
die einzigen, die die Art nach Jahren der Zucht wieder aufgegeben
haben, weil
immer wieder unerklärliche und plötzliche Todesfälle auftraten.
Die
Art ist von dunklerem Grün als die anderen Arten und bevorzugt nicht
nur Bambus
sondern auch "Naturäste", also heimische Äste im Terrarium. Ein
Terrarium sollte höher als breit sein, um die baumbewohnende
Lebensweise zu
unterstützen. Luftfeuchtigkeit und Licht würde ich ähnlich wie bei
anderen
Phelsumen gestalten, wobei das Terrarium sicher nicht zu heiß sein
sollte. Eine
Temperaturstaffelung ergibt sich durch ein Hochkant-Maß des Terris aber
sowieso, sodass die Tiere sich ihren bevorzugten Aufenthaltsbereich
selbst
suchen können. Einige Äste unter Lampen sollte es auch geben, sodass
die Tiere
bei Bedarf ein kleines "Sonnenbad" nehmen können.
Mit
Nachzuchten kann ich leider nicht mehr dienen, da wir die Art, wie
gesagt, nicht
mehr halten. Über die Züchterhotline der Interessengruppe Phelsuma
(unter
www.ig-phelsuma.de) lässt sich da aber sicher ein Züchter finden.
Nachfrage:
Ich wollte
mir noch ein Terrarium zulegen, mit seippis oder guimbeauis -
nur von den
letzteren haben mir alle abgeraten, ihr habt ja auch welche, ist denn
dein Rat
auch Finger weg?
Antwort:
Auch wir
halten guimbeauis nicht unbedingt für Anfängertiere. Aber bei ihnen ist
es wie
mit vielen anderen auch: Wenn man sich informiert, sich Mühe gibt und
die nötigen
Bedingungen schafft, kann auch das klappen. Für Phelsuma guimbeaui ist
der Aufwand halt höher und das Risiko größer, dass es nicht klappt.
Auch uns
sind schon einige Tiere eingegangen, und man muss z. B. darauf achten,
dass die
Weibchen mit genug Kalk versorgt werden, die Männchen hingegen nicht so
viel.
Frage:
Ich bin ein
absoluter Neuling auf dem Gebiet der Phelsumen und habe mir ein wenig
Grundwissen aus dem Internet und dem Buch "Taggeckos im Terrarium"
von Eric M. Rundquist angelesen; ein bisschen Erfahrung aus der
Terraristik habe ich von meiner Vogelspinne, die seit fast 12 !! Jahren
bei mir
lebt und meinen Grasnattern, die seit 1 Jahr bei mir leben.
Ich
plane, mir in der nächsten Zeit ein Pärchen Phelsumen (ich schwanke
zwischen Phelsuma
laticauda und Phelsuma mad. grandis) zuzulegen, aber ich
habe da
vorher noch ein paar Fragen - vielleicht finden Sie ja die Zeit mir zu
antworten
- oder könnten Sie mir noch ein paar Bücher empfehlen? Beide
Arten
sollen für den Anfänger geeignet sein - wie ist Ihre Meinung
dazu?
Rundquist
schreibt in seinem Buch, dass für Phelsuma lat. ein Terrarium
ab 90
Liter Inhalt empfohlen wird, für P. mad. grandis ab 140
Liter.
Wie bevorzugen die Phelsumen denn das Terrarium? Da sie ja sehr gut
klettern können
tippe ich eher auf ein Terrarium mit mehr Höhe als Breite. Liege ich da
richtig? Welche Abmessungen würden Sie mir empfehlen? Ich habe bei
meinen
Grasnattern einen kleinen Wasserlauf im Terrarium integriert
(siehe
Foto), den die Grasis lieben. Wäre das eventuell auch für die Phelsumen
empfehlenswert? Wie groß ist die Gefahr des Ertrinkens?
Da
ich gerne dazu beitragen möchte, Importe zu vermeiden, strebe ich an,
die Tiere
auch nachzuziehen. Hier liegt auch der Grund, weshalb ich noch zwischen
den
beiden Arten schwanke. P. lat. soll nach Rundquist als Pärchen
plus
ein einzelnes Männchen gehalten werden, welches zum Anregen des
Paarungsverhaltens nur zeitweilig zu dem Pärchen gesetzt wird, wobei es
zu
argen Raufereien kommen kann. Das soll bei P. mad. grandis nicht
notwendig sein. Wie arg sind denn die Raufereien? Und ist das 2.
Männchen
unbedingt notwendig? Was stelle ich mit dem Männchen an, das in
"Einzelhaft" sitzt? Könnte ich nicht eventuell 2 Pärchen in 2
Terrarien halten und die Männchen dann je nach Bedarf umsetzen?
Und
wie sieht das mit den Jungtieren aus - können die zunächst bei
den
Eltern bleiben oder müssen die schon als Ei umgesetzt werden? Und wie
groß müsste
ein Terrarium für die Kleinen sein?
Antwort:
Das Buch,
das
Sie haben, ist zwar für den ersten Einstieg ganz nett, aber weder von
den
Bildern noch vom Text her umfassend und korrekt genug. Wenn Sie
ernsthaft an der
Anschaffung von Phelsumen überlegen, gibt es eigentlich nur zwei
Literaturtipps, die ich Ihnen geben kann:
1.
"Faszinierende Taggeckos" von Hallmann, Krüger, Trautmann und
2.
Themenheft
DRACO "Taggeckos", das fast ausschließlich Mitglieder der IG verfasst
haben.
Das
Buch sollte zwar mittlerweile auch mal überarbeitet werden, da z. B.
neue Arten
beschrieben wurden, aber es bietet dennoch die beste und umfassendste
Artenbeschreibung sowie allgemeine Haltungstipps. Ich fand es gut zu
lesen und
informativ - allerdings nicht ganz billig. Ich glaube, derzeit liegt es
irgendwo
bei 44,- EUR. Die DRACO ist ein Terrraristik-Themenheft, ähnlich der
REPTILIA.
Es erscheint alle zwei Monate und hat jeweils ein spezielles Thema, in
dem Fall
eben nur Phelsumen.
Ich
stimme Ihnen zu, dass sowohl P. laticauda (beide Unterarten)
als auch P.
madagascariensis, und zwar in den beiden Unterarten madagascariensis
und grandis, für Einsteiger geeignet sind. Es gibt allerdings
noch
einige Arten mehr, die man guten Gewissens als Anfänger pflegen kann.
Dazu gehören
z. B. die Unterarten der P.-lineata-Gruppe, vorrangig P.
lineata
lineata und P. lineata dorsivittata, die in natura meiner
Meinung
nach hübscher sind als auf Bildern, und die auch recht aktiv und
zutraulich
sind. Weiterhin Phelsuma klemmeri als unsere Lieblingsphelsume,
die nicht
nur sehr hübsch ist, sondern auch recht friedlich. Z. B. kann man bei
ihr die
Jungtiere mit im Becken lassen, weil die Eltern ihnen nicht
nachstellen. Dann
auch die Unterarten der Phelsuma v-nigra, z. B. P. v-nigra
pasteuri,
P. v-nigra v-nigra oder P. v-nigra comoraegrandensis. Da
Sie die
Adresse der IG-Phelsuma-Homepage ja schon kennen: Von den meisten
dieser Arten
sollten dort auch Steckbriefe und / oder Fotos vorhanden sein. Aber wie
gesagt:
Die Anschaffung des Buches lohnt sich auf alle Fälle, dort kann man
auch ganz
gut nach Arten schmökern.
Die
Maßangaben für die Terrarien kommen uns sehr klein vor. Ein Becken von
40/40/60 (96 l) für ein Pärchen von Phelsuma laticauda laticauda
oder Phelsuma
laticauda angularis ist zwar machbar, aber das ist meiner Meinung
nach die
absolute Mindestgrenze. Unsere Pärchen leben in 40/50/70 (140 l), das
erscheint
uns angemessen - wobei das auch immer von der Strukturierung im Becken
abhängt.
Es sollte trotzdem dicht bepflanzt sein.
-
Das
mit den zwei Männchen funktioniert auf keinen Fall, egal, bei welcher
Phelsumenart, denn zwei "Böcke" werden sich bis zum Tode bekämpfen
oder mindestens unterdrücken. Zwar lassen sie dann in der Zeit vom
Weibchen ab,
aber man hat nur kurze Zeit Freude daran. Sollte jemand zwei
Phelsumenmännchen
in einem Becken pflegen, ist das entweder die totale Ausnahme, oder das
Becken
ist groß genug, oder er hat sie als Geschwistertiere gemeinsam
aufgezogen, oder
es handelt sich um einige wenige funktionierende Art-Kombinationen wie P.
seippi mit P. klemmeri oder P. nigristriata mit P.
klemmeri.
Aber all das muss keineswegs eine Garantie für ein Funktionieren sein.
Die
Maße 60/35/68 sind schon ganz ok - zwar nicht für Tiere aus der madagascariensis-Gruppe,
dafür finde ich es doch etwas klein (grandis würde ich
mindestens in
50/50/80, besser größer, halten). Doch für die anderen, kleinen bis
mittelgroßen
Phelsumen, jeweils ein Pärchen, sollte es ausreichen. Bei der recht
geringen
Tiefe ist die Strukturierung natürlich besonders wichtig, damit sich
die Tiere
aus dem Weg gehen können. Man kann entweder die Pflanzen so setzen,
dass sie
Grenzen bilden, oder aber auch (ganz flach) die Rückwand modellieren,
und so
"Konsolen" und Versprünge bilden. Man muss dann sicher nur aufpassen,
dass man nicht zu viel vom eh schon flachen Volumen wegnimmt.
Ein
Wasserlauf ist als ständige Trinkwasserquelle und Luftbefeuchter sicher
ganz
toll. Wenn er nicht zu tief ist und die Tiere beim Hineinfallen eine,
am besten
mehrere flache Stellen zum Herausklettern finden, kann ich mir auch
nicht
vorstellen, dass sie ertrinken. Wir hatten schon etwas tiefere
Wasserteile im
Terrarium und auch schon ein Paludarium (also mit regelrechtem
Aquarienteil),
und dort ist nie etwas passiert. Im Gegenteil: Irgendwann lässt man
sich auch
noch von der Schönheit der wunderschönen Pfeilgiftfrösche anstecken und
kann
die dann prima dort integrieren ;-)
Grundsätzlich
fängt man die Jungtiere eher aus den Elternbecken heraus (bzw. sucht am
besten
gleich die Eier), da diese den Jungen nachstellen und sie fressen. Das
muss man
bei einigen wenigen Arten (P. klemmeri, P. standingi -
wird aber
noch größer als P. mad. grandis) nicht machen. Teilweise
scheint es
auch bei P. lineata dorsivittata zu funktionieren, und wir
hören es
jetzt immer öfter auch von P. laticauda, von beiden Unterarten.
Gerade
gestern auf dem Stammtisch erzählte uns eine gute Bekannte, dass ihre
Weibchen
deren Nachwuchs sogar regelrecht gegen die auch im Terrarium lebenden Anolis
verteidigen. Und wir selbst haben gerade zwei Jungtiere von P.
laticauda
angularis zwei Monate lang im elterlichen Becken gehalten, die sich
auch
dicht neben ihren Eltern aufhielten und sonnten. Allerdings sagte eine
andere
Bekannte, dass die Eltern die Jungen dann nach ein paar Monaten eben
doch
fressen. Wir haben sie jetzt vorsichtshalber doch noch rausgefangen.
Vermutlich
sollte man es nicht darauf ankommen lassen, sondern lieber ein kleines
Aufzuchtbecken irgendwo in eine Ecke stellen. Wenn man allerdings viele
NZ (=
Nachzuchten) hat, braucht man mehr Platz, und muss den Tieren dann auch
"mitwachsende Terrarienmaße" bieten. Für zwei ganz kleine Schlüpflinge
würde erst mal ein Maß von ca. 15/15/20 oder so reichen, aber das
sollte
schnell mehr werden, weil dann die Tiere einfach besser wachsen - diese
Erfahrung haben wir schon oft gemacht.
Frage:
Die nächste Frage wäre noch, wie weit man mit einem Phelsuma
klemmeri fahren könnte, ohne das es in Stress für das Tier
ausartet.
Erwachsene Tiere
wären nett, da man dann schon weis welchem Geschlecht sie angehören.
Ich habe nämlich ein bissel Angst das ich evtl. 2,0
bekomme und ich sie dann trennen muß und ich auf die schnelle ein
zweites Terrarium anschaffen
muß.
Antwort:
Der eigentliche Stress besteht für die Tiere darin, gefangen zu werden.
Ob du anschließend zwei oder fünf Stunden mit ihnen im Auto sitzt, ist
eher für
dich Stress ;-)
Du hast natürlich völlig recht. Allerdings sind junge klemmeris nicht
ganz so aggressiv wie andere. Man könnte also beizeiten noch mal
drunter gucken
und sie vorzeitig wieder trennen. Aber ein Pärchen ist natürlich immer
besser (oder zwei Weibchen). Manchmal kann man die Geschlechter aber
auch
schon recht früh erkennen. Wir haben uns noch nicht die Mühe gemacht,
unter unsere drunter zu gucken. Unsere Erfahrung zeigt übrigens ein
einigermaßen
ausgewogenes Geschlechterverhältnis - zumindest bei den klemmeris ;-)
Nachfrage:
Bodensubstrat: Ihr nehmt Blumenerde, aber wie sieht das mit Schimmel
aus? Immerhin sollen die klemmeris eine Luftfeutigkeit von 60-80%
haben.
Von Seramis habe ich auch schon gehört, weiß aber nicht, ob die
Kügelchen nicht gefressen werden.
Außerdem weiß ich noch nicht, wie ich diese Luftfeuchtigkeit erhalten
soll
(meine Bücher sind leider noch nicht da).
Beleuchtung:
Ich dachte da an eine Neonleuchte und 2-3 Halogensports um eine
Temperatur von 28-30C
zu bekommen und Wärmeplätze von ca. 35C. Diese Leuchten werde oben
außerhalb vom Terrarium befestigt.
Außerdem weiß ich noch nicht, wie ich die Temperatur nachts halten
soll, damit sie nicht unter 25C fällt.
Antwort:
Ja, kann passieren, machen manche Phelsumen extra, falls ihnen
Mineralstoffe fehlen - die Kügelchen werden aber angeblich wieder
ausgeschieden. In jedem
Fall sollte das Seramis vorher gut abgewaschen werden, damit keine
Staubspuren die Haftlamellen der Geckos verkleben.
Wir haben mit Schimmel eigentlich keine Probleme, nur manchmal mit
kleinen Pilzen, die wir dann entfernen. Die Luftfeuchtigkeit ist gar
nicht so
riesig, wie man manchmal annimmt.
Luftfeuchtigkeit: Ein bis zwei mal am Tag sprühen (im Sommer mehr, im Winter weniger), das reicht eigentlich. Achte nicht so hundertprozentig auf das Hygrometer, außer am Anfang, wenn man sich erst mal eingewöhnen muss.
Temperatur: Das wäre nicht so dramatisch. Wir haben nachts Raumtemperatur in den Becken, also zwischen 20 und 22 °C, je nach Jahreszeit. Eine Neonlampe könnte zu wenig sein.
Nachfrage:
Also wenn ich mir eurer Terrarienbild auf
http://www.ig-phelsuma.de/monatsphelsume/monatsphelsume.htm anschaue,
sieht das auch sehr dunkel aus :)
Zur Zeit habe ich das Problem noch nicht wirklich zu wissen wie ich die Lampen von aussen auf das Glasterrarium befestigen werde. Die Terrarienbilder die ich bisher kenne zeigen immer nur das Terrarium selber, aber nicht den Aufbau. Ich habe heute mein Buch "Terrarium für Anfänger" bekommen. Ich hoffe da mehr Infos zu finden :)
Antwort:
Jep, das ist richtig - das ist leider immer das Problem, wenn man mit
Blitz auf die Dinger knipst. Die lassen das eigentliche Licht immer
schwach
erscheinen. Aber im Grundsatz trifft die Problematik trotzdem zu: Es
könnte immer heller sein...
Wir legen die Lampen entweder drauf bzw. auf kleine Styroporklötzchen, und für die HQI- und HQL-Leuchten haben wir kleine Holzgestelle gebastelt. Ich hänge dir mal kleine Bilder an, wenn ich nachher bei Licht Fotos machen kann. Im Zweifelsfall erinnere mich ruhig dran.Auf dem obersten sind sie von unten mit Silikon ins Terri geklebt - das ist wärmer, die Geckos sitzen gern auf den warmen Abdeckblechen, aber man kann nicht so schöne Fotos von den Tieren machen, weil das Licht eben oft nicht von oben kommt. Auf dem mittleren ist mal eine HQI mit Gestell abgebildet, sowie ein normales Halogensystem mit zwei Spots. (HQIs sind zu stark und groß, um sie ins Becken zu hängen.) Der schwarze Schlauch oben gehört zur Beregnungsanlage. Auf dem untersten sind die Lampen einfach aufs Terri gelegt.
Nachfrage:
Aber.... Du hast die Spots wirklich ins Terri geklebt? Ich lese immer
wieder, dass
man das nicht machen sollte, da die Gefahr besteht, dass die Klemmeris
sich zwischen Lampe und Abdeckblechen klemmen
können. Damit hatte ich immer so meine Probleme, da ich es auch
persönlich besser finde, wenn die Lampen im Terri hängen und nicht von
außen. Alleine die Wirkung des Lichtes ist gleich anderes.
Antwort:
Ja, jein. Das ist auch so eine Sache. Man sollte keine Spalten
entstehen lassen, aus denen sich die Tiere in Panik nicht mehr befreien
können. Das
ist zwischen Leuchtstofflampen und Abdeckblech im Allgemeinen aber
nicht der Fall. Schlimmer ist es zwischen Glühlampe und Leuchtengehäuse
- da ist uns
schon mal ein Phelsuma-seippi-Weibchen verbrannt. Doch auch bei
einem Bekannten von uns hat sich schon mal ein
Phelsuma-laticauda-angularis-Weibchen die Haftlamellen direkt an
der Glühlampe verschmort. Sie konnte anschließend (auch nach der
Häutung) nicht
mehr an glatten Flächen laufen und ist langfristig eingegangen. Solche
Probleme hatten wir mit den freiliegenden Spots aber noch nicht. Du
hast
aber recht, wenn du das Prinzip in Frage stellst.
Nachfrage:
Ich habe mir mal noch weitere Gedanken über mein zugünftiges Terrarium
gemacht. Wäre nett wenn du dir das mal kurz anschauen würdes und ein
Kommentar dazu schreiben könntest, ob das so ok ist:
Terrarium: 50 x 40 x 70 oder 80 x 40 x 70
Licht: HQI-Lampe 70 Watt
Evtl eine Leuchstofflampe mit UVB, oder Fluora (Pflanzenlicht), oder
Delux Energiesparleuchte (Kannst du da was empfehlen?)
2-3 Halogenspots: angebracht oben auf dem Terrarium, um Wärme im
Terrarium zu
erreichen und einen Wärmeplatz zu haben (Wattzahl???)
Bodengrund: Erst wollte ich groben Terrariensand nehmen, aber das
scheint mir nicht
grob genug, so dass ich doch auf Kies zurückgreifen will und darüber
Erde.
Antwort:
Völlig OK. In das erste Maß könntest du ein Pärchen von diversen
kleineren Arten setzen, in das größere auch z. B. ein Paar von
Phelsuma mad. madagascariensis, alternativ eine Gruppe von
einer kleineren Art (also ein
Männchen mit zwei oder drei Weibchen).
Am besten die Leuchtstofflampe, denke ich. Wir nehmen ehrlich gesagt immer die billigsten aus dem Baumarkt. Wenn nicht "UV-Stop" drauf steht, haben die auch etwas UV-Anteil, und wir füttern ja immer noch Vitamin D3 zu. Diese Lampe musst du nicht zusätzlich zur HQI machen, jedenfalls nicht, wenn du das kleinere Beckenmaß wählst.
Wir haben über den 50/40/70 sogar nur je einen Halogenspot mit 20 W. In den 80/50/80 haben wir immer eine Glühlampe mit 25 oder 40 W.
Bodengrund: So machen wir das auch.
Nachfrage:
Wie oft werden die Klemmeris gefüttert?
Wieviel bekommen die Klemmeris?
Wie oft soll man Vitamin- und Mineralstoff-Präparate verabreichen?
Welche Präparate soll man verwenden?
Und zum Schluss die Frage: Was macht ihr wenn ihr in den Urlaub fahrt?
Habt ihr einen
"klemmeri-sitter"?
Antwort:
Wir füttern ein bis zwei Mal die Woche - was nicht besonders viel ist.
Manche füttern alle zwei Tage, was unserer Meinung nach bei
erwachsenen, gut genährten Tieren nicht unbedingt sein muss. Jungtiere
sind natürlich
noch etwas anderes, denen sollte man schon alle zwei Tage ein paar
Fruchtfliegen geben.
Ein Pärchen bekommt bei uns etwa zwei Mal die Woche etwa acht Heimchen.
Ich zähle sie allerdings nicht ab, manchmal mögen es sechs, manchmal
zehn sein.
Manche Leute füttern auch ausschließlich per Pinzette. Auch das ist
möglich, zumal die Tiere dann fast zahm werden können. Hat aber zwei
Nachteile: Kostet viel Zeit (bei einem Pärchen spielt das natürlich
kaum eine Rolle) - und die Viecher bekommen in Gefangenschaft eh schon
keine
Bewegung. Daher finden wir es ganz gut, wenn sie wenigstens ihr Futter
jagen müssen.
Ab und zu bekommen sie natürlich auch noch einen Klecks Bananenbrei -
vielleicht so alle drei, vier Wochen.
Wir bestäuben jedes Mal die Futtertiere. In den Bananenbrei rühren wir
manchmal geriebene Sepiaschale, was ich allerdings nicht
bedingungslos empfehlen kann: Man muss aufpassen, dass die Männchen
nicht zu viel Kalk
aufnehmen (uns ist mal ein guimbeaui-Männchen deswegen
eingegangen). Vielmehr sollte man den Weibchen einen kleinen
Mineralwasserflaschen-Deckel
gefüllt mit geriebener Sepiaschale ins Becken hängen, daran bedienen
sie sich bei Bedarf.
Präparate: Da gibt es
sehr verschiedene Ansätze. Wir verwenden eine 1:1-Mischung von
Korvimin ZVT (beim Tierarzt, ist eigentlich für Ziervögel und Tauben)
mit Calcimax von der Firma Naturerep (darin sind vor allem Calcium,
Magnesium
und Vitamin D3 enthalten). Das erhält man in Hamm beim Stand von
Naturerep, und zwar wahrscheinlich in dem großen Zeltanbau ganz am Ende
der großen
Halle. Beide Präparate sind nicht ganz billig, und es lohnt sich, sich
mit anderen zusammen zu tun, dann gibt es Rabatte. Wir brauchen dieses
Mal
allerdings nichts, weil wir noch genug haben. Andere Leute nehmen z. B.
Calciumlactat aus der Apotheke oder
Fertigpräparate der Firmen Sera oder Tetra. Frag mich aber bitte nicht
nach den einzelnen Vor- und Nachteilen. Das macht jeder ein bisschen
so, wie er
es erprobt hat.
klemmeri-sitter: Jein. Wenn du adulte, also erwachsene Tiere hast und
die vor dem Urlaub
auch noch ein bisschen mästest (nicht übertreiben), also ein mal mehr
fütterst bzw. kurz vor der Abfahrt noch mal Grillen reinwirfst, dann
überstehen sie eine Woche oder zwei Wochen ganz ohne Probleme ohne
Futter. Auch drei Wochen halte ich dann für vertretbar! Das eigentliche
Problem
besteht also nicht im Futter, sondern vielmehr in der Wasserversorgung.
Da wir nun eine Beregnungsanlage haben, muss man sich eigentlich nur
noch
darum kümmern, dass der Wassertank nicht leer läuft. Als wir noch
Mini-Baby-Becken hatten, die nicht an die Beregnungsanlage
angeschlossen waren, haben wir sie einfach einer Freundin gebracht, die
dann mit einer Blumenspritze gesprüht und auch alle paar Tage
Drosophila
verfüttert hat. Das ist dann ja das andere: Wenn man Jungtiere hat,
kann man sie auf keinen Fall drei Wochen ohne Futter lassen. Das könnte
ich bei
einem Wochenende vertreten, aber selbst eine Woche ist zwar noch
machbar, für die Tiere aber schon nicht mehr wirklich gut. Da sollte
man also
jemanden haben, der zwei mal die Woche ein paar Drosophila hineinwirft.
Wenn da jetzt im Elternbecken zwei Junge mit drin sitzen
(Terrariumscheiben
abdichten!), kann man auch schon mal eine große Menge Drosos
hineinwerfen und ein bisschen Banane hineinschmieren, die die Drosos
dann auch fressen
können und so ein paar Tage überleben. Dann kann man sicher auch eine
gute Woche abwesend sein.
Grundsätzlich gilt für uns: Die Tiere sind nur insofern auf uns
angewiesen, dass wir sie mit Futter und Wasser, Luftfeuchtigkeit und
Wärme / Licht
versorgen und sie beobachten, ob sich an Verhalten oder Aussehen etwas
verändert und auf Krankheit bzw. Unwohlsein durch falsche
Haltungsbedingungen hindeutet. Man muss die Tiere nicht im übertragenen
Sinn jeden Tag streicheln und betüddeln.